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Die alte Gussstahlglocke, früher einmal als Werksglocke im Einsatz, bringt 40 Kilogramm, das Glockengestell sogar stattliche 180 Kilogramm auf die Waage. Im unteren Bereich des Aufbaus findet sich die Steuerung. Denn die Glocke kann - über einen Linearmotor - in unterschiedlichen Intervallen unterschiedlich laut angeschlagen werden.

 

 

Marcel Goncalves Castillo, Enrico Völz und Mark-Andree Kerl (Bild, v. l.), angehende Maschinenbautechniker an der Technischen Beruflichen Schule 1 (TBS 1), haben das alte Schätzchen gründlich aufgemotzt, haben ihm einen frischen Anstrich verpasst und mit einem stabilen und zugleich rollbaren Gestell versehen. Künftig sollen mit der Glockenvorrichtung die zahlreichen Großveranstaltungen in der Jahrhunderthalle – deren Touristik-Abteilung ist Auftraggeber der drei Studierenden – atmosphärisch eingeläutet werden. „Die Glocke“, verrät Mark-Andree Kerl, „ist natürlich auch ein Designelement. Mit ihr lassen sich das industriell-historische Ambiente und der Charakter der Veranstaltungshalle ins moderne Foyer übertragen.“

Insgesamt 23 solcher kreativen Projekte wurden jetzt in den Räumen der Technischen Beruflichen Schule 1 (TBS 1) vorgestellt – vom Kamerasystem, das einen Zerspanungsprozess im Inneren einer Maschine überwachen kann, über die spezielle Filteranlage für eine Wasserstrahlschneidmaschine bis hin zur Haltevorrichtung für lasergestützte Wellenausrichtsysteme.

 

 
Dominic Herbst und Kevin Schmidt (v.l.) bauten eine Kamera zur Überwachung von Zerspanungsprozessen.

 

Ein Jahr lang haben die 65 Studierenden der Fachschule für Maschinenbautechnik getüftelt und gebaut. Die meisten Projekte entstanden in Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Industrie- und Handwerksunternehmen. Dort erhoffen sich die Studierenden nach ihrer Weiterbildung zum Staatlich geprüften Techniker eine feste Anstellung oder Weiterbeschäftigung. So könnte das anstrengende Jahr so manche Tür ins – oder im – Berufsleben geöffnet haben.